Die Bolzer

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Die Geschichte der Mittwochsbolzer

Inspiriert von der Fußball-Weltmeisterschaft 1974, die so herausragende Spieler wie z.B.: Ruben Ayala (Argentinien), Roberto Rivalino (Brasilien), Günther Netzer (Deutschland), Dino Zoff (Italien) u. Johan Cruyff (Niederlande) und viele andere hervorbrachte, entschlossen wir uns, das unsere für den deutschen Fußball beizusteuern.

Ein Plastikball wurde gekauft und dann ging es los, jeden Mittwoch ab 18:00 Uhr auf der Liegewiese im Helmstedter „Waldbad Birkerteich“ unter den Augen des von allen so sehr geschätzten Schwimmmeisters Willi Geyer.

Wir starteten barfuß und auf „kleine Tore“ schießend – d. h. es wurden je zwei Sporttaschen als Pfosten aufgestellt und die imaginäre Latte lag auf Kniehöhe. Zwei Torwarte brauchten wir da noch nicht, das kam viel später! Der Plastikball wurde bald gegen einen aus Leder eingetauscht, denn die vielen Plastikbälle hielten nicht so lange wie unsere geschundenen Füße (barfuß und auf dem harten Stoppelboden im Sommer).

Mit dabei waren damals: Gunther, Ludwig, Detlef, Jockel, Dieter, Klaus, Bernd, Harald, Siegfried, Jürgen, Hansi, Spritti.

Die Tore wurden größer, die Suche nach einem größeren Platz begann, da immer mehr Spieler dazukamen und unsere Kondition noch keine Grenzen kannte. Wir wurden fündig und jetzt, nach gut 35 Jahren, spielen einige von den alten Gründungsmitgliedern immer noch. Natürlich nicht mehr allein sondern mit ganz schnellen jungen Hüpfern (so ab 23 Jahren) und trickreichen Sportlern im mittleren Alter (so ab 30 und über 40, ha ha!). Sogar einige Söhne und zukünftige Schwiegersöhne machen mit.

Ja, diese Gruppe ist gewachsen, wir sind jetzt regelmäßig 20 bis 24 Bolzer und nach wie vor heißt es: „Mittwoch ab der Sommerzeit bis Oktober zur Winterzeit, ob`s stürmt oder schneit, wir spielen jederzeit!“ Und man will`s kaum glauben, von 18:00 bis 19:30 ohne Paus`, doch nach dem Spiel gibt’s immer was Kaltes, manchmal mit Schmaus!

Wer es nicht glauben will, der schaue vorbei. Zu sehen gibt es Kunstschüsse, Laufduelle, geniale Torschussverhinderungen und natürlich auch so richtige Kracher, manchmal auch an die Latte. Aber es gibt sie auch bei uns, die richtig blöden Dinge.

Und das Wichtigste überhaupt ist, für jeden gibt es von allen Seiten (ob Freund, ob Feind) Lob und Spott wie es gerade gebraucht wird, damit das Lachen auch nach dem Spiel seine Fortsetzung findet.

In diesem Sinne: „Besser gut gestanden, als schlecht gelaufen!“